Hund schaut über den Rand

Mythen und Wahrheiten zur getreidefreien Ernährung Hund von Dr. Aamir Javed (Tierernährungswissenschaftler)

Getreidefreie Ernährung für Haustiere ist in den letzten Jahren ein großer Trend geworden.

Viele Tierfuttermarken werben mit „getreidefreiem“ Hundefutter Futter als gesündere, natürlichere Option in der Hundeernährung. Aber ist getreidefreies wirklich das richtige Hundefutter für Ihren Welpen (oder Katze) oder nur eine Marketingmode? Lassen Sie uns einige gängige Mythen und Wahrheiten über getreidefreie Tiernahrung aufklären.

• Mythos: „Getreide ist schlecht für Haustiere.“ Wahrheit: Entgegen der landläufigen Meinung sind Getreide wie Reis, Hafer und Gerste für die meisten Hunde und Katzen nicht schädlich. Tatsächlich liefern diese Körner Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Vitamine als Teil einer ausgewogenen Ernährung. Die meisten Haustiere verdauen Körner sind in Ordnung.

• Mythos: „Viele Haustiere sind allergisch gegen Getreide.“ Wahrheit: Echte Getreideallergien bei Haustieren sind sehr selten. Wenn Nahrungsmittelallergien auftreten, werden sie in der Regel verursacht durch tierische Proteine (wie Rindfleisch, Huhn oder Milchprodukte) statt Getreide. Sofern Ihr Tierarzt nicht diagnostiziert eine Bei einer spezifischen Getreideallergie ist der Verzicht auf Getreide nicht notwendig.

• Mythos: „Getreidefreie Ernährung ist immer gesünder.“

Wahrheit: Für die meisten Haustiere hat getreidefreies Futter keinen nachgewiesenen Nutzen. Tatsächlich wurden getreidefreie Diäten mit einer schweren Herzerkrankung (erweiterte Kardiomyopathie) bei einigen Hunden nachgewiesen. Diäten mit hohem Anteil an Hülsenfrüchten (häufig in getreidefreiem Trockenfutter) können Taurin, eine Aminosäure, die für die Herzgesundheit wichtig ist. Die FDA untersucht dieses Problem, daher ist getreidefrei nicht automatisch eine „gesündere“ Wahl.

Mythos: „Getreidefrei bedeutet kohlenhydratarm.“ Wahrheit: Getreidefrei bedeutet nicht kohlenhydratfrei. Tierfutterhersteller ersetzen Getreide oft durch andere Kohlenhydrate wie Kartoffeln oder Erbsen in diesen Formeln. Solche Zutaten können genauso viel Stärke enthalten und Kalorien. Ein getreidefreies Trockenfutter hat oft einen ähnlichen Kohlenhydratgehalt wie normales Futter, daher ist es nicht unbedingt besser zur Gewichtskontrolle oder Diabetesbehandlung.

Die Auswahl der besten Ernährung: Sofern Ihr Haustier nicht nachweislich empfindlich auf Getreide reagiert, besteht normalerweise kein Grund, Getreide zu meiden.

Ob Nass- oder Trockenfutter, jede Ernährung kann gesund sein, solange sie hochwertig und ausgewogen ist. Konzentrieren Sie sich auf die Gesamternährung und Qualität der Zutaten statt Schlagworte. Das gesündeste Futter für Ihren Hund oder Ihre Katze kann sogar gesunde Getreide als wertvolle Energiequelle. Denken Sie daran, getreidefreie Diäten bieten keinen nachgewiesenen Nutzen für die meisten Haustiere und können ernsthafte Risiken bergen.

Fazit: Wählen Sie das Futter Ihres Haustieres auf der Grundlage von Fakten und Nährwert – nicht Marketing Mythen.

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